Portrait: Nico Scholtens


1947 - einer der besten Jahrgänge der Weingeschichte - wurde Nico Scholtens in Apeldoorn, Niederlande, geboren. Sein Vater besaß damals eine Kaffeerösterei, die mit Liebe und Individualismus betrieben wurde, was zweifelsohne sein späteres Leben prägte. Nachdem er vier Jahre an der pädagogischen Hochschule verbrachte, brach er das Studium auf Lehramt ab, um Holländisch und Germanistik zu studieren. Sein Wissen erweiterte der damals passionierte Musiker noch durch ein Musikstudium (Instrumente: Klarinette und Saxophon).

Als Mitglied des Orchesters “Musica Negativa“, das neben klassischer auch neue Musik spielte, kam er zur Familie Kuhn in Deutschland, die damals in Emmerich an der holländischen Grenze lebte. So lernte er seine Frau Salome, geborene Kuhn, kennen. In der Künstlerfamilie Kuhn war stets ein reges Kommen und Gehen von Künstlern aus allen Bereichen und auf diesem Wege schloss er sich damals der amerikanischen Jazz-Rock Gruppe Sweetsmoke an.

Als die Familie Kuhn 1970 nach Eschenau zog, brach Nico Scholtens sein Studium ab und wechselte ebenfalls seinen Wohnsitz nach Franken. Hier bekam er einen kleinen Weinberg in Zell am Ebersberg von seinem Schwiegervater. Jedoch hatte er keinerlei Ahnung vom Weinbau und machte falsch, was man nur falsch machen konnte. Nachdem er im ersten Jahr nichts geerntet hatte, da er im Herbst während der Erntezeit mit Sweetsmoke auf Frankreich-Tournee war, las er sich im darauffolgenden Winter in Fachliteratur ein. Mit Wissen gestärkt versuchte er sich im nächsten Jahr mit einem weiteren kleinen Weinberg. In dem alten Winzerdörfchen Zell gab es damals kaum noch Winzer, alle restlichen Weinberge wurden nur für den Eigenbedarf bewirtschaftet - der Weinbau war “out“. Nachdem dann die ersten Weine im Freundes- und Bekanntenkreis Erfolg hatten, beschloss er aus seinem Hobby Beruf zu machen. 1979 hat er seinen ersten Weinberg neu angelegt - die erste Neuanlage in Zell und der Startschuß für eine Weinrenaissance in dem uralten Winzerdörfchen.

1976 haben Nico und Salome gehairatet. Ein Jahr später kam Sohn Noel auf die Welt. 1979 erkrankte er sehr schwer an Lymphdrüsenkrebs, jedoch der unbändige Überlebenswille von Nico Scholtens bewegte ihn damals, ganz alleine (!) zwei weitere Weinberge an zu legen.Durch die Arbeit hatte Nico Scholtens keine Zeit an der Krankheit zu verzweifeln, und mit unbändiger Motivation, einen guten Wein herzustellen, besiegte er nach fünf Jahren endlich den Krebs.
Es folgten weitere Weinberge, jedoch kam 1984 der nächste herbe Rückschlag: Ein außergewöhnlich starker Frost zerstörte damals 70% der Weinberge. Am Rande des finanziellen Ruins suchte die Familie Scholtens nach weiteren Einnahmequellen. Es entstand die Weinstube. Erst als Heckenwirtschaft, einige Monate später als ganzjährig geöffnete Weinstube.

1993 baute die Familie Scholtens den dringend benötigten Weinkeller mit neuen Arbeitsräumen und legte weitere neue Weinberge an.

In der zu knapp bemessenen Freizeit hört er heute nur noch den Musikern aus Klassik und Jazz zu, spielt selber aber kein Instrument mehr. In seiner Privatbibliothek mit vielen 1000 Büchern aus der Weltliteratur bildet er sich auch heute noch stets weiter.
 
 
 
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